Erfahrungsbericht des 1. Semesters

25. Februar 2009

Erfahrungsbericht

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Besuch aus Madrid

22. Oktober 2008
Panorama vom Tibidabo

Panorama vom Tibidabo

und ein paar Fotos

Panoramen von Barcelona

2. Oktober 2008
Castillo de Montjuïc

Castillo de Montjuïc

Blick auf den Containerhafen vom castillo de Montjuïc

Blick auf den Containerhafen vom castillo de Montjuïc

Parque Güell

Parque Güell

Wer genau hinschaut sieht auf dem letzten Panorama etwas, was sehr an Linden erinnert. Wer kann es finden?

Erste Tage

9. September 2008

Erstmal vorweg: Ich bin heile angekommen und habe auch schon eine Wohnung gefunden. Die ersten Tage hier waren schon sehr überwältigend. Die Stadt scheint wirklich die Geister zu scheiden. Bevor ich hier hergekommen bin haben mir viele Spanier (Madrilenen, wohlgemerkt) davon abgeraten nach Barcelona statt nach Madrid zu gehen. Auch sonst scheint es viele Leute zu geben, die die Stadt in der Hochebene Spaniens dem am Meer gelegenen Barcelona vorziehen. Ich kann aber nun nach einer Woche hier ziemlich sicher sagen, dass ich ganz und gar nicht dazu gehöre. Das Wetter im Moment ist ein Traum, und damit meine ich nicht immer Sonnig, sondern immer angenehm, am Tag wie in der Nacht. Ich habe bei meinen ersten Spazierfahren mit dem Fahrrad schon viele schöne Stellen gefunden. Mir wurde indes versichert, dass ich das noch einige Wochen machen kann und immer neues entdecken werde. Ohne jetzt alles wiedergeben zu können, ein paar Erlebnisse, die besonders waren:

  • Eine Nacht als ich mich zu ein paar gitarrisierten Chilenen an den Strand gesetzt habe. Nach einer Stunde war die Gruppe auf gut 30 Leute angewachsen, die aus den unterschiedlichsten Ecken der Welt kamen. Nach und nach haben dann die Leute angefangen die Gitarre zu nehmen und Lieder aus ihren Ländern zu spielen.
  • Gestern, als ich mich an die Promenade gesetzt habe um einem Straßenmusiker zuzuhören. Er war sehr gut, begleitet von dem Sonnenuntergang ein tolles Erlebnis. Dabei habe ich einen Venezuelaner kennengelernt mit dem ich mich super verstanden habe und danach mit ihm zu Freunden von ihm gefahren bin, wo wir die halbe Nacht mit venezuelanischen Rum und Musik gequatscht haben.
  • Die Parks, in denen an jeder Ecke irgendwer Gitarre spielt und einfach eine sehr ausgelassene Stimmung herrscht. Ab und zu sieht man sogar Papageien-Pärchen durch die Straßen fliegen.
  • Das Hostalleben, in dem Backpacker aus der ganzen Welt wie in einer Jugendherberge zusammenwohnen, viele sehr spontane und positive Menschen.
  • Die paar Tage mit Herrn S. und teilweise ein paar Freunden von ihm, die gerade auf Spanientour sind. War sehr lustig und auch mein Einstieg in das Nachtleben Barcelonas.
  • Mein Rumhängplatz, an dem ich schon des Öfteren den Tag mit einem Bier (hier trinkt man übrigens Estrella Damm oder „Voll Damm“) habe ausklingen lassen.
    Maremagnum

    Maremagnum

Bei der Wohnungssuche hatte ich dieses mal unglaublich viel Glück. Mein neues Zuhause für die nächsten 10 Monate ist ein Volltreffer in allen Beziehungen. Sie liegt direkt am Plaça d’Espanya, welcher einer der Hauptknotenpunkte Barcelonas ist. Mit dem Fahrrad bin ich in gut 10 Minuten an jeder Stelle im Zentrum, es halten gut 10 Busse vor der Tür und in die Station der Metrolinie 3, mit der ich in unter 10 min direkt zu erwähntem Rumhängplatz und zu beiden Unis komme, an denen meine Vorlesungen stattfinden, fall ich fast rein wenn ich aus der Tür komme. Außerdem ist eine „Bicing“-Station direkt vor meiner Tür, an denen man sich Leihfahrräder nehmen kann, die für die erste halbe Stunde umsonst sind. Gut einen Kilometer entfernt liegt der Hügel Montjuïc, auf dem die Olympischen Spiele 1992 stattfanden. Auf dem Weg dahin kommt man an der „Magischen Fontäne“ vorbei, die nur 500 Meter von meiner Haustür entfernt liegt. Hier ein Video:

Die Wohnung selbst ist auch sehr schön, wir wohnen hier zu 6. Außer mit noch eine Italienerin, ein Chilene, ein Däne und zwei Schwedinnen. Die Wohnung wurde (oder besser wird gerade) renoviert und wir haben eine wunderschöne Terrasse mit einem Blick über die Berge im Nordwesten Barcelonas. Hier ein Panoramafoto (anklicken für volle Größe):

Mit den Mitbewohnern verstehe ich mich gut, wir haben schon zusammen gekocht, sind ausgegangen und zwei von ihnen kommen vielleicht sogar mit nach Madrid, wenn ich nächste Woche die anderen besuchen gehe.

Ich bin also gut angekommen und fühle mich sehr wohl, bin aber auch etwas überfordert und lasse mich im Moment mehr „fließen“ als meinen Tag voll zu planen. Dieses Jahr wird wieder eine tolle Erfahrung werden, da bin ich sicher. Ich fürchte, dies wird allerdings auch der letzte längerge Eintrag für eine Weile sein, ich habe viel vor in der nächsten Zeit und dann fangen auch schon die Vorlesungen an. Falls es jemand nicht abwarten kann Neuigkeiten zu hören, kennt ihr ja meine Skype-Adresse.. oder kommt vorbei. Auf der Terrasse bei einem Bier lässt es sich angenehmer erzählen als vor dem Laptop 😉